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	<title>Kommentare zu: Es regnet Nationalpreise</title>
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	<description>Journal für die elegante Welt. Von Felix Bartels</description>
	<lastBuildDate>Tue, 07 Sep 2010 07:12:14 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Von: FB</title>
		<link>http://www.felix-bartels.de/2009/06/20/es-regnet-nationalpreise/comment-page-1/#comment-25</link>
		<dc:creator>FB</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 25 Jun 2009 16:32:11 +0000</pubDate>
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		<description>Die Frage, ob der Dichter sich am Tagesgeschäft der Gesellschaft, in der er lebt, beteiligen soll, ist ja auch so eine, über die man sich nie einigen wird. Ich sage, er soll. Aber nicht, weil das seine Pflicht als Staatsbürger wäre o.ä., sondern weil das für sein Dichten wichtig ist. Dichtung ist die Hervorbringung einer sich an der Wirklichkeit abarbeitenden Subjektivität; und das kann man nicht aus dem Nichts zaubern, das muß man geprobt haben: im privaten Leben wie im öffentlichen.

&lt;i&gt;Es bildet ein Talent sich in der Stille, / Sich ein Charakter in dem Strom der Welt&lt;/i&gt;

Das gilt auch für die Dichter; reine Kontemplation und zum Abreagieren das Tagebuch - das reicht nicht. Haltungen kann man nur im Leben proben; er muß daran teilnehmen, sich positionieren. Jeder Dichter braucht das (ausgenommen die schlechten, die brauchen bekanntlich gar nichts, als sich selbst).

Und was für den Dichter gilt, gilt erst recht für den Kritiker. Gilt auch für einen RR.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Die Frage, ob der Dichter sich am Tagesgeschäft der Gesellschaft, in der er lebt, beteiligen soll, ist ja auch so eine, über die man sich nie einigen wird. Ich sage, er soll. Aber nicht, weil das seine Pflicht als Staatsbürger wäre o.ä., sondern weil das für sein Dichten wichtig ist. Dichtung ist die Hervorbringung einer sich an der Wirklichkeit abarbeitenden Subjektivität; und das kann man nicht aus dem Nichts zaubern, das muß man geprobt haben: im privaten Leben wie im öffentlichen.</p>
<p><i>Es bildet ein Talent sich in der Stille, / Sich ein Charakter in dem Strom der Welt</i></p>
<p>Das gilt auch für die Dichter; reine Kontemplation und zum Abreagieren das Tagebuch &#8211; das reicht nicht. Haltungen kann man nur im Leben proben; er muß daran teilnehmen, sich positionieren. Jeder Dichter braucht das (ausgenommen die schlechten, die brauchen bekanntlich gar nichts, als sich selbst).</p>
<p>Und was für den Dichter gilt, gilt erst recht für den Kritiker. Gilt auch für einen RR.</p>
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		<title>Von: Mistosa</title>
		<link>http://www.felix-bartels.de/2009/06/20/es-regnet-nationalpreise/comment-page-1/#comment-18</link>
		<dc:creator>Mistosa</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 25 Jun 2009 16:12:27 +0000</pubDate>
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		<description>Weshalb R.-R. schweigt? Sie sagen es selbst in Ihrem &lt;a href=&quot;http://www.felix-bartels.de/2009/06/23/goethesdienst/&quot; rel=&quot;nofollow&quot;&gt;Goethe-Aufsatz&lt;/a&gt;: weil zur klassischen Haltung auch die bewußte Resignation gehört.
Und das ist zumindest für mich genau der Wermutstropfen der Klassik.
Goethe schießt im &#039;Wilhelm Meister&#039; ja ganz meisterlich gegen die Romantik - und das kurz bevor er in den folgenden Kapiteln die Klassik meistert (also seine Haltung findet).
Oder nehmen wir die &#039;Kampagne in Frankreich&#039;: Sie haben vollkommen recht, was unser einer darin als leise Kritik liest, das waren seinerzeit vermutlich herbe Geschosse. Hinzukommt, daß die Aufzeichungen erst Jahrzehnte später gemacht wurden und Goethe als Zeitgenosse sich den Mund verboten hatte. Er war ja Dichter...</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Weshalb R.-R. schweigt? Sie sagen es selbst in Ihrem <a href="http://www.felix-bartels.de/2009/06/23/goethesdienst/" rel="nofollow">Goethe-Aufsatz</a>: weil zur klassischen Haltung auch die bewußte Resignation gehört.<br />
Und das ist zumindest für mich genau der Wermutstropfen der Klassik.<br />
Goethe schießt im &#8216;Wilhelm Meister&#8217; ja ganz meisterlich gegen die Romantik &#8211; und das kurz bevor er in den folgenden Kapiteln die Klassik meistert (also seine Haltung findet).<br />
Oder nehmen wir die &#8216;Kampagne in Frankreich&#8217;: Sie haben vollkommen recht, was unser einer darin als leise Kritik liest, das waren seinerzeit vermutlich herbe Geschosse. Hinzukommt, daß die Aufzeichungen erst Jahrzehnte später gemacht wurden und Goethe als Zeitgenosse sich den Mund verboten hatte. Er war ja Dichter&#8230;</p>
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