Mythologie: Gottes Werk und Gottes Beitrag

… und am siebten Tag sprach Gott der Herr zu Adam: Ich habe dich gemacht, und edel bist du, hilfreich und gut. Und tust nur, was dir richtig erscheint, und richtig erscheint dir, was du, ohne alle Rücksicht auf dich selbst, für richtig hälst. Und ich habe dir ein Weib gemacht, das genau ist wie du. Wahrlich, groß seid ihre beide und gleicht mir in vielem. Damit aber die Menschen dieses mein großartiges Werk in seiner ganzen Wahrheit und Größe erkennen mögen, werde ich hingehen und einen anderen Menschen machen, einen, der sich von dir und deinem Weib unterscheidet, einen, dem immer nur das richtig erscheint, was ihm selbst am liebsten ist, und der unfähig ist, etwas als wahr zu erkennen, das nicht dem entspricht, was ihm selbst frommt. Er soll aber auch unfähig sein, sein Eigenes als Eigenes zu erkennen. Er soll ganz abhängig sein von seinesgleichen und dem, was ihm (weiterlesen…)

Matuschiade

Durchlaufen hab ich die furchtbare Bahn, sagte Klopstock einstens, als er seine Messiade nach Jahrzehnten fertiggestellt hatte. Ich meines Orts habe nicht solange gebraucht, um das, was für Alfred Matusches 100. Geburtstag zu tun war, hinter mich zu bringen, aber ich kann Sie beruhigen: Meine Liebesmüh war ganz so vergebens nicht wie die, die Klopstock mit der Herstellung jenes unlesbaren Dingsbums hatte, das etwas wie eine Ilias der Deutschen werden sollte, dann aber was ganz anderes wurde: ein – nunja – unlesbares Dingsbums.

Matusches Dramen haben dem Klopstockschen Epos immerhin das voraus, daß sie von einem Teil des Publikums gern gelesen werden. Ich will gar nicht scherzen: Matusche ist nicht jedermanns Sache, aber gäbe man ihm die Chance, uneingeschränkt auf das Publikum zu wirken, wäre seine Dramatik heute zumindest von einem hinlänglich großen Teil des Publikums gelesen und geschätzt. Doch an den Theatern geht es um alles mögliche, nur nicht um das Publikum.

Ich sprach gestern (weiterlesen…)

Also sprach Bartels

In einem Anfall von Bekennersucht …

Ach, ich hatte einfach mal Lust, den FAZ-Fragebogen zu beantworten. Im Fall die FAZ einmal auf die Idee kommt, mich zu befragen, ich aber gerade keine Zeit habe, mag sie sich die Antworten gern hier herauskopieren. (Soweit mein Beitrag zur Open access-Bewegung; alles weitere kostet …)

Was ist für Sie das grösste Unglück: Daß mein Tag nicht 48 Stunden hat.

Wo möchten Sie leben: “möchten” ist gut

Was ist für Sie das vollkommene irdische Glück: Zu tun, was man kann, und zu können, was man tut.

Welche Fehler entschuldigen Sie am ehesten: Was für eine Frage! die entschuldbaren natürlich.

Ihre liebsten Romanhelden: (weiterlesen…)