erscheint im Juni 2010. Für den Fall, daß Sie sich fragen, woran ich zur Zeit arbeite:

Mit den neuesten Methoden der wissenschaftlichen Kartographie erstellt, enthält die Landkarte zugleich zeitlose und allgemeingültige Maßstäbe, die eine Gesamtschau auf die Landschaft ermöglichen, wie sie bislang nur von wenigen Atlanten geleistet wurde. Dabei erfaßt dieses Kartenwerk eine Vielzahl von Wegen und Ortschaften, die bislang in noch keiner Karte verzeichnet gewesen sind, so daß wir meinen, ihm voraussagen zu dürfen, daß es einen neuen Standard setzen wird. Es sollte in keiner Reisebibliothek fehlen.
Sichern Sie sich frühzeitig Ihr Exemplar, und Sie werden nie mehr Ihr GPS verfluchen müssen!
Verlagstext:
Das Buch soll dem Leser in vier aufeinander aufbauenden, aber selbstständigen Untersuchungen einen Zugang zum gesellschaftlichen Denken des Dichters Peter Hacks ermöglichen, indem es wichtige Grundbegriffe und Verhältnisse des Hacksschen Denkens aufspürt, darstellt und auf Herkommen und Folgen hin analysiert. Ein wichtiger Teil seiner Methode ist der Ansatz, daß zwischen Theorie und Werk von Hacks eine Einheit besteht, die, bei aller Verschiedenenheit des theoretischen und dichterischen Herangehens an die Welt, deutlich nachweisbar ist. Auf die Art erledigt das Buch neben der Darstellung des gesellschaftlichen Denkens von Peter Hacks auch die Deutung wichtiger Teile seines poetischen Werks.
Inhalt:
Vorwort
I. Die Landkarte und die Landschaft. Das Verhältnis von Ideal und Wirklichkeit
II. Woraus das Chaos war. Liebe als gesellschaftliche Metapher und ihr Gegensatz im Politischen
III. Über die Pracht der Möbelierung und andere Gründe. Absolutismus, Sozialismus und Staat
IV. Leistung und Demokratie. Eine Korrelation im Denken von Peter Hacks und ein Schlüssel zu seinem Staatsverständnis
Anhang
Siglen
Begriffsverzeichnis
Verzeichnis der erwähnten Hacks-Werke
Personenverzeichnis
5 Responses to “Der neue Diercke”
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“Ein wichtiger Teil seiner Methode ist der Ansatz, daß zwischen Theorie und Werk von Hacks eine gewisse Einheit besteht…” das ist aber auch ein wenig bitter. “Eine gewisse Einheit”? Mich dünkt, da hatte der Herr Hacks sich etwas mehr vorgenommen.
Ich habe das so zurückhaltend formuliert, weil der Ansatz sonst zu dogmatisch wäre. Natürlich will ich u.a. auch die Einheit von Werk und Denken bei Hacks zeigen, aber ich bin nicht naiv genug, davon auszugehen, daß das Werk einfach nur die Fleischwerdung der Theorie ist. Kunst machen und über Kunst reden sind zwei verschiedene Dinge. Deswegen wird es da immer auch Brüche geben, Unterschiede, schon weil die Art des Zugriffs (des theoretischen und des künstlerisch-praktischen) unterschiedlich ist. Man muß diesem Unterschied Rechnung tragen.
Hacks selbst hat das übrigens auch gewußt:
aus: Die Ästhetik Brecht (1961)
Das ist sicherlich richtig – beim ersten Lesen des Verlagstextes klang das in meinen Ohren lediglich so, als habe ein Verlagstextverfasser (und nicht der Autor) sich nicht getraut, der These des Autoren zu trauen und eine “gewisse Einheit” dann auch noch vorsichtshalber “zwischen” Werk und Theorie bestehen lassen, statt die letzteren die vorige bilden zu lassen. Beim Mittagskaffee bin ich immer etwas dogmatisch – aber nun, da der Nachmittag, der es zu werden im Begriffe ist, von leichtem Regen eingehüllt wird, kann ich es ja sagen: Ich bin auf jeden Fall schon neugierig auf das GPS der sozialistischen Klassik.
Merkwürdig, bei mir ist es umgekehrt. Mein Nachmittagskaffee weckt den Dogmatiker in mir. Ich habe jetzt aus der “gewissen Einheit” eine “Einheit” gemacht, weil die Vorsicht, die ich zum Ausdruck bringen wollte, durch den Einschub “bei aller Verschiedenenheit des theoretischen und dichterischen Herangehens an die Welt” bereits hinreichend ausgedrückt ist.
Das GPS wird vermutlich eine schöne Sache, auch wenn die Kundschaft üblicherweise in zwei Teile zerfällt: den, der deutlich öfter “Nach der nächsten Ausfahrt links abbiegen” hören will, und den, der deutlich öfter “Nach der nächsten Ausfahrt rechts abbiegen” hören will. Man weiß mit Sicherheit, daß man alles richtig gemacht hat, wenn alle unzufrieden sind.
[...] ist entstanden im Winter 2008/09, und ich habe sie lange zuerückgehalten, weil sie als Teil eines größeren Projektes geplant war, dessen Realisierung sich nunmehr zerschlagen hat. Damals konnte ich noch nicht ahnen, [...]