Wer gestern auf der zweiten Peter-Hacks-Tagung einen Stuhl besetzt hielt, konnte eines merkwürdigen Schauspiels ansichtig werden: Er konnte sehen, wie ein Sehender unterläßt, einem Blinden zu erklären, was Farbe ist. Gut, mögen Sie sagen, been there, done that. Mag sein, entgegne ich. Aber was interessieren mich Ihre Erfahrungen? Hier geht es um die meinen. Doch der Reihe nach.
Die Peter-Hacks-Tagung ist eine Veranstaltung, deren vornehmes Ziel darin liegt, die Beschäftigung mit dem Dichter Hacks im akademischen Betrieb voranzutreiben, daß sie extensiver und intensiver werde. Für dieses große und schöne Vorhaben bereits sei ihr, d.h. ihren Veranstaltern, ein Dank ausgesprochen, der durch nichts zu mindern ist. Durch andere wissenschaftliche Leistungen, die neben der Peter-Hacks-Tagung vollbracht werden oder noch im Begriffe sind, in das Reich der Tatsachen zu treten, ebenso wenig wie durch all jene Schwierigkeiten und Abstriche, die die Umsetzung eines größeren Vorhabens wohl unvermeidlich mit sich bringt.
Ich lobe ungern. Das hat immer etwas Peinliches, und im übrigen passiert es nicht selten, daß man mit einem Lob den Gelobten überfordert oder auch unterfordert. Beides verdrießt, den Gelobten wie den Lobenden. Aber meine Pflicht zu tun, muß ich natürlich erwähnen, daß auf der gestrigen Peter-Hacks-Tagung sechs Vorträge zu hören waren, von denen einer Continue reading »
