2012

 

2012, 12, 20

Ich geh dann mal schnell noch ein Apfelbäumchen pflanzen.

2012, 12, 13

Der Kapitalismus ist nicht so cool, wie er immer von sich behauptet. Er braucht Jahrzehnte, um Zeitungen zu eliminieren, die Napoleon an einem Wochenende per Dekret verboten hätte.

http://www.taz.de/Kuerzungen-bei-Wochenzeitung-Freitag/!107308/

2012, 12, 10

Über Barlach sagen alle, er sei ein Arschloch. Aber wenigstens eins ohne Pendel.

2012, 12, 10

Als ob man eine Jagdgemeinschaft dafür rühmt, daß sie ihre Beutezüge mit- und nicht gegeneinander durchführt.

(Friedensnobelpreis an die EU überreicht)

2012, 12, 08

5. Dezember 2012: »Deshalb unterstützt die Hamas nun Abbas und akzeptiert damit implizit die Grenzen von 1967. Also auch die Existenz des Staates Israel, womit sie auf das Ziel des historischen Palästina verzichtet.«

Nassar Ibrahim (Hamas-Astrologe)

7. Dezember 2012: »Palästina von der See bis an den Fluss, vom Norden bis zum Süden ist unser Land, unser Recht und unsere Heimat … Wir können keinen Zoll breit und keinen Teil davon abgeben«

Chaled Maschaal (Nazi)

2012, 12, 05

Ich habe nichts gegen Idioten. Einige meiner besten Freunde sind Idioten.

2012, 11, 29

Demokratie ist eine der großen, humanen Ideen, und es gibt 1000 Gründe, dafür zu sein. Es gibt aber auch Stellen, an denen sie fehl am Platze ist. Zum Beispiel in der Politik.

2012, 11, 23

Wieder Neuigkeiten von jenem Mann, dessen Vater ein NSDAP-Mitglied der ersten Stunde war und der von diesem Vater sagte, er habe ihn die politischen Grundwerte gelehrt, die ihn dazu brachten, gegen die DDR zu kämpfen:

»Einen Staatsakt für die NSU-Opfer hielt der Bundespräsident der Herzen für unpassend, nun zeigt Joachim Gauck erneut, welchen Stellenwert Opfer rassistischer Terrorserien für ihn haben: Ein Treffen mit Angehörigen der NSU-Opfer lehnte er ab. Das kann nur die überraschen, die nicht wahrhaben wollen, wo Gauck politisch zu verorten ist.« (http://www.publikative.org/2012/11/23/gauck-will-sich-nicht-mit-angehorigen-von-nsu-opfern-treffen/)

Man kann es auch kürzer mit Jakob Blumtritt zu sagen: Gauck ist der ideelle Gesamtdeutsche.

2015, 11, 12

Kalauer, die man sich erstmal trauen muß #6

Nein, die Taz lügt nicht, sie stellt nur Taz-Sachen-Behauptungen auf:

»In der Nacht hat Israel die Angriffe auf den Gazastreifen fortgesetzt. Die Palästinenser schlagen zurück.«

https://twitter.com/tazgezwitscher/status/268981978051780608

2012, 10, 12

Wagner hat Angst vor der chinesischen Weltherrschaft. Dabei sind seine Zähne die einzige Gelbe Gefahr, die wirklich real ist.

http://www.bild.de/news/standards/franz-josef-wagner/post-von-wagner-26664596.bild.html

2012, 10, 11

Nun ist Bernd Riexinger tatsächlich die traurige Figur, als die ich ihn und seine gewerkschaftelnde Besatzungstruppe unlängst beschrieben habe, und es wundert nicht, daß ein Anhänger praktisch aller umlaufenden Graswurzelideologien sich auch deren dümmster Ausformung, dem Steuerzahlerdenken, andient, anstatt zur Abwechslung, sagen wir mal: über den Widerspruch zwischen Kapital und Arbeit zu reden. Wenn aber einer, der tut, was er für richtig hält, einfach, weil er es für richtig hält, von durchgeknallten Patrioten des juste milieu wie Patrick Döring, Gerda Hasselfeldt und Alexander Dobrindt als Vaterlandsverräter angegriffen wird, darf man wohl ausnahmsweise auch mal mit einem Sozialdemokraten Solidarität üben.

2012, 10, 08

Ich bin kürzlich über die Frage gestolpert, ob die BRD wie die DDR über einen Aufstand ihrer Dichter stolpern könnte. Zunächst mal ist die DDR nicht an irgendwelchen Dichtern gescheitert. Aber selbst wenn: Um an Dichtern zu scheitern, muß man erstmal welche haben.

2012, 10, 04

Nach einem Sommer, in dem durchgeknallte Muslime Menschen jagen, weil irgendwo irgendwer sich über den Propheten lustig gemacht hat, Freunde jüdischer und muslimischer Genitalbeschneidung vor zuviel Aufklärung und Säkularität warnen und das Bestreben, Minderjährige zu schützen, mit einem stattgehabten Völkermord gleichsetzen, christliche Fundamentalisten schließlich wie Spaemann, Matussek und Mosebach Blasphemie unter Strafe stellen wollen, nach einem heißen Sommer des religiösen Wahnsinns also sollte man sich mit Peter Hacks das Hirn runterkühlen:

Die Glocke stört. Es stört der Muezzin.
Man bringe sie zum Schweigen. Die wie ihn.

2012, 09, 26

Gedichte, deren Urheber zu sein ich stets leugnen werde #3

Geschichten aus den Highlands:

Der Hauptmann trat zum Schock der Rotte
vor diese ohne Rock, der Schotte.

2012, 09, 25

Jakob Augstein ist kein Kopf, deswegen bastelt er an seiner Definition dessen, was links ist, performativ, mittels seiner Kolumne. Bislang lautete die so zusammengestoppelte Bestimmung: Links ist, wer mit Nikolaus Blome kuschelt, gegen Merkel ist und Juden, die sich wehren, unsympathisch findet. Heute kommt ein weiterer Baustein hinzu: Links ist, wer mit Nikolaus Blome kuschelt, gegen Merkel ist, wer mit Nikolaus Blome kuschelt, gegen Merkel ist, Juden, die sich wehren, unsympathisch findet und Helmut Kohl gern hat.

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/helmut-kohl-warum-linke-den-erfolgreichsten-kanzler-nicht-verstehen-a-857531.html

2012, 09, 25

Ich verstehe ja das Bedürfnis, seinem Leben einen Sinn zu geben, indem man ein schlichtes Gemüt von Kanzler, das der deutschen Seele so sehr glich, daß die es gleich 16 Jahre zu ertragen bereit war, die Testikeln schaukelt. Aber wenn man so gebaut ist und solche Bedürfnisse hat und nicht unterlassen kann, solche Texte zu schreiben, sollte man doch wenigstens nicht Torsten Krauel heißen.

http://www.welt.de/debatte/kommentare/article109435986/Unter-Kohl-kam-das-Land-erst-in-der-Demokratie-an.html

2012, 09, 24

Kannst du schweigen, Joachim?
Gewiß kann ich das.
Rumpabumpabumpabumpa bumbumpabumpabum
Na, dann schweig doch, Joachim,
Denn Schweigen macht Spaß.
Rumpabumpabumbum baba.

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/praesident-joachim-gauck-warnt-vor-planwirtschaft-bei-energiewende-a-837049.html

2012, 09, 24

»Es war der Beginn von etwas. Wir leben in einer Gesellschaft, deren Plage die Rückkehr der Religionen ist. Nicht nur des Islams. In Amerika sehen Sie die Erstarkung der christlichen Rechten, in Indien eine Erhebung des rechten Hinduismus. Pakistan ist heute ein dunkler Ort.«

(Salman Rushdie)

2012, 09, 17

Treffender wäre, das BDS Movement täte sich in BTK Movement umnennen.

2012, 09, 12

Einen Kretin gibt es übrigens nicht, sondern nur Kretins. Das Nichtkönnen wird immer erst im Plural relevant.

2012, 08, 26

Klar, ist Lance Armstrong ein Kotzbrocken, aber er hat ja nun nichts getan, was nicht auch seine Konkurrenten getan haben. Gut, daß er die UCI bestochen hat, um positive Proben verschwinden zu lassen, ist sicher eine Klasse für sich, aber ihm werden ja seine Siege, wenn sie denn aberkannt werden, nicht wegen Medikamentenhandel, Bedrohung von Zeugen und Schmiergeldzahlungen aberkannt, sondern wegen Dopings, und da ist nunmal nachts und sind nunmal zumindest alle aufs Klassement zielenden Rennfahrer grau.
Effektiv ist Doping auch nichts anderes als Nahrungsaufnahme, Training oder Schlaf: ein Mittel zur Steigerung der Leistung. Man kann davon ausgehen, daß die Weltspitze auf demselben Stand ist, was die Dopingtechniken angeht. Da hat kein Sportler signifikante Vorteile gegenüber der Konkurrenz, so daß das Ergebnis am Ende doch wiederum eine gerechte Widerspiegelung der Leistung ist. Armstrong war sieben Jahre lang der beste Fahrer. Selbst 1999 (wo er von einem Sturz Alex Zülles profitierte) und 2003 (wo allein das größere taktische Geschick den Sieg gegen Ullrich brachte) war er unterm Strich der beste.
Die Tourdirektion steckt in einer beschissenen Lage. Wenn die Siege nicht aberkannt werden, wäre das, Verjährungsfrist hin oder her, eine Farce. Werden Sie aberkannt, rutschen andere Fahrer nach, von denen jeder weiß, daß sie ebenfalls gedopt waren. Es bestünde noch die dritte Möglichkeit, die Siege abzuerkennen, ohne einen anderen Fahrer dadurch zu begünstigen. Die Tour hätte dann für die Armstrong-Jahre offiziell keinen Sieger.
In der historischen Siegerliste gäbe es dann drei mehrjährige Lücken: den ersten Weltkrieg, den zweiten Weltkrieg und Lance Armstrong. Endlich hätten die ersten beiden einen würdigen Skatpartner gefunden.

2012, 08, 24

Aus der Reihe BILD-Kolumnisten verändern die Welt

Kommentar von Ralf Schuler: Treten Sie ab, Herr Assad!

2012, 08, 20

»Ich bin mir ganz sicher, wenn die Juden in Israel sich wieder, wie in den früheren Jahrhunderten, in den Schutz der Muslime stellen, dann wird es ihnen besser gehen als heute.«

Christoph Hörstel auf dem Al-Quds 2012

Die Dhimma, der Schutzvertrag, unter den die Juden als Volk des Buches im islamisch dominierten Raum historisch gestellt waren, war nichts anderes als eine Rechtsform der Apartheid, da die Völker des Buches zugleich schutzbefohlen und rechtlich benachteiligt waren. Man sollte das erwähnen, wenn die Forderung eines solchen Zustandes aus dem Mund von Leuten kommt, die, geht es um Israel, bei jeder Gelegenheit »Apartheid« schreien.

2012, 08, 13

Kalauer, die man sich erstmal trauen muß #5

Jeder Rentner weiß: Zum Romney-Spielen braucht man mindestens zwei. Da ist es doch schön, wenn man einen findet, der einen Sinn für die Sorgen der Rentner hat.

http://www.abendblatt.de/politik/ausland/article2368040/Paul-Ryan-waere-der-Albtraum-fuer-das-arme-Amerika.html

2012, 08, 09

Captain Picard, diesmal bloß genauso schnell wie das Licht:

https://www.facebook.com/photo.php?fbid=133732820102448

2012, 08, 09

Es paßt eben immer alles. Die BRD hat seit 1999 zwei Angriffkriege geführt gegen zwei Länder (Jugoslawien und Afghanistan), von denen keine Gefahr für ihre Existenz ausging. Sie tat es zudem gegen das Grundgesetz, das die Führung eines Angriffskrieges verbietet und unter Strafe stellt (§ 26.1). Versuche, die Urheber dieser Kriege (also z.B. Fischer, Schröder und Scharping) juristisch zu verfolgen, wurden vom Bundesgeneralanwalt erstickt, der keinen Grund sah zu ermitteln. In beiden Kriegen wurden tausende Zivilisten getötet. Und in Kundus schließlich vollzog der Oberst Klein ein erstklassiges Kriegsverbrechen, für das er nun zum General befördert wird.

2012, 08, 04

Wirklich, ohne Umschweife: Natürlich gibt es sowas wie Asozialität. Das kann man ruhig sagen. Ganz offen. Ist ja nicht bös gemeint, auch wenn es irgendwie so klingt. Okay: Es ist natürlich bös gemeint. Wenn ich einen Haufen Scheiße einen Haufen Scheiße nenne, ist das ja auch dann eine Beleidigung, wenn ich eigentlich bloß den Sachverhalt konstatiere, daß es sich um einen Haufen Scheiße handelt. Es gibt Dinge, die kann man nicht anders als polemisch beschreiben, und ich nenne auch gleich mal ein hübsches Beispiel für asoziales Verhalten:

Also vor mir liegt Umberto Ecos neuester Schinken, »Der Friedhof in Prag«. Den hab ich mir vor ein paar Monaten im arschweitweggen Frankfurt am Hbf gekauft, als ich trotz der Fahrkünste des Fahrzeughalters Freitagabend den letzten ICE nach Berlin verpaßt hatte und dreieinhalb Stunden auf den Nightliner warten mußte. Yippiyayeahschweinebacke! Ich les son bissl drin rum, mach ein paar andere Arbeiten, und gehe schließlich doch schlafen. Jetzt, Monate später, schlage ich das Buch erneut auf und verweile beim Titelblatt. Übersetzung von Burkhart Kroeber. Wie üblich. Der Mann hat seine Meriten, sollerdoch. Wirklich: Kein Wort dagegen. Ich gönne ihm das, und seine Übersetzungen sind in aller Regel schön zu lesen. Und dann umblättern: »Die Übersetzung wurde durch ein Stipendium des Deutschen Übersetzerfonds gefördert«.

Ein renommierter Übersetzer fertigt für einen großen Verlag die Übersetzung eines sicheren Bestsellers an und läßt sich seine Arbeit durch ein Stipendium finanzieren. Das, verehrte Herrschaften, ist Asozialität.

2012, 08, 01

Ein Magazin – zwei Maßstäbe. Spiegel Online hat seinen kategorischen Imperativ im Nachtbus liegen gelassen:

(1) »Er ist der Rekordmann: Durch seine acht Goldmedaillen von Peking wurde Michael Phelps zum Superstar. Mit den meisten Olympiasiegen stand der US-Star seitdem auf Platz eins der Bestenliste. Jetzt hat er auch die meisten Medaillen.«

(2) »Zweiter Start, zweites Gold: Ye Shiwen hat auch über 200 Meter Lagen triumphiert – und dabei den olympischen Rekord gebrochen. Doch die Zweifel an den Leistungen der 16-Jährigen werden immer größer.«

2012, 07, 14

Der Blogger Zettel und die halbe Journaille des Landes sind zu feige, sich als Anhänger des Blasphemiegesetzes zu erkennen zu geben, und versuchen folglich die Diskussion auf die Frage nach dem guten Geschmack zu lenken. Wahrhafte Konfuzianer, die anstelle des Gesetzes einen Verhaltenskodex pflegen wollen, in dessen exklusiven Besitz natürlich sie selbst sind.

http://www.theeuropean.de/leo-fischer/11692-titel-verbot-papst-versus-titanic

2012, 07, 11

Nachrichten aus der Terrorszene. Folge 1024: Verfassungsschutz Thüringen

»Wie ein ›balzender Auerhahn‹ habe Roewer eines Abends in seinem Büro mit sechs Mitarbeiterinnen an drei zusammengeschobenen Schreibtischen gesessen, die Jalousien unten, bei Kerzenschein, Rotwein und Käse, berichtet Karl Friedrich Schrader, einst Referatsleiter 22, Abteilung Rechtsextremismus. ›Sie lachen darüber‹, ruft Schrader den Landtagsabgeordneten zu, ›heute lache ich auch darüber, aber damals war das nicht zum Lachen!‹«

http://www.spiegel.de/panorama/helmut-roewer-sagt-vor-neonazi-ausschuss-in-thueringen-aus-a-843479.html

2012, 07, 05

Heute: Matthias Küntzel über des Lobbyisten Lüders unermüdlichen Kampf gegen den Lobbyismus.

Demnächst auf diesem Kanal: Michael Lüders führt die Unterscheidung zwischen raffenden und schaffenden Lobbyismus ein.

2012, 07, 04

Das Gottesteilchen ist eine einzige Enttäuschung. Die Leibnizsche Monade hat viel mehr drauf.

2012, 07, 02

Was das Mißtrauen gegen Gauck betrifft, so gaben bereits die weltanschaulichen Inhalte hinreichenden Grund, aber es war doch nie nur der Inhalt. Gauck pflegt eine gut erkennbare und dennoch wirksame Technik des Populismus in Geste und Klang, die Einfluß nimmt im arationalen Teil der Seele und die bürgerliche Mitte, in der Reflexion nicht eben ein Volkssport ist, für ihn, den Gauck, einnimmt. Wenn er z.B. ein Jahr nach der Deutschen Einheit inmitten einer bespiellosen Explosion von Arbeitslosigkeit und sozialem Elend über den bundesdeutschen Staat sagt: »Ich bin verliebt in ihn«, wenn er 2011 den Bankenkritikern mit dem Sozialismus kommt und, die Banken wie menschliche Individuen behandelnd, ausstößt: »Ich habe in einem Land gelebt, in dem die Banken besetzt waren«, oder wenn er, wie jetzt, in einer Demut und Nachdenklicheit andeutenden Geste mit gesenktem Kopf die Deutsche Fahne berührt, dann ist das immer derselbe Mechanismus: Ein komplexer und also kühler Analyse bedürftiger Sachverhalt wird auf die menschliche Ebene heruntergebrochen mittels Beiwerk (Gesten, Klang, Konnotationen), das im Gehalt nicht faßbar ist, aber im Bewußtsein haften bleibt, von einer Schmutzigkeit und Tiefe, die man nicht anders als impertinent nennen kann.

Es sei ihm ja geschenkt, daß er den Kapitalismus zum »deutschen Rechtsstaat« idealisiert, die Beschneidung der Freiheit von Banken für ein größeres Unglück hält als die Beschneidung der Freiheit durch Banken oder mehr Einsätze der Bundeswehr im Ausland fordert. Das sind bloß Meinungen. Aber man muß sich die Frage stellen, was einer mit sich herumschleppt, dem es nicht reicht, das, was er zu sagen hat, auf einnehmende und überzeugende Weise zu vermitteln, und der deswegen immer wieder die Grenze der rationalen Herrschaft hin zur charismatischen überschreitet. Der, sagen wir es einfach, vom ersten Tag weg an der Entwicklung seines eigenen Personenkults gearbeitet hat.

Es gibt aber Fragen, auf die will man keine Antwort haben. Das gilt für Gaucks charakterliche Untiefen ebenso wie für diejenige nach dem Priapismus, von dem er im Augenblick der Fahnenberührung ganz offenkundig befallen war.

http://www.tagesspiegel.de/images/gauck_bundeswehr_dpa/6740618/2-format43.jpg

2012, 06, 29

Wo es stets, um ein Wort von Enzensberger zu nehmen, rückwärts aufwärts geht, neigt man dazu, jedes Vorwärts als ein Abwärts wahrzunehmen.

http://derstandard.at/1339639284153/Reportage-Obama-atmet-auf-und-appelliert-Vorwaerts-gehen

2012, 06, 25

In Zeiten des Elends, wenn der Weltgeist sich in Köhlerhütten versteckt und Miroslav Klose für einen Fußballspieler gehalten wird, kann man nicht wählerisch sein. Das Elend zu besiegen, muß man Bündnisse eingehen. – Sogar mit dem italienischen Fußball.

2012, 06, 21

Ulf Poschardt pöbelt in Springers WELT anläßlich derjenigen, denen die schwarz-rot-goldene Fahnenschwenkerei auf den Senkel geht, gegen die in dieser Verweigerung verborgene »Verachtung für den Pöbel«. Den Vorwurf verstehe ich nicht. Was soll man denn sonst mit dem Pöbel tun als ihn verachten?

2012, 06, 19

Sternzeichen Hornochse:

»In diesem Zusammenhang will ich nicht verhehlen, dass ich unfähig bin, mich zu empören, wenn in ihrem Glauben beleidigte Muslime blasphemischen Künstlern – wenn wir sie einmal so nennen wollen – einen gewaltigen Schrecken einjagen. Ich begrüße es, wenn es in unserer Welt wieder Menschen wie Jean Jacques Rousseau gibt, für die Gott anwesend ist. Es wird das soziale Klima fördern, wenn Blasphemie wieder gefährlich wird.« (Martin Mosebach)

Zwei Dinge:

1) Hätte ich Martin Mosebachs Romane geschrieben, wäre ich zurückhaltender dabei, anderen Künstlern den Status des Künstlers abzusprechen. Die Auffassung, der Wert eines Kunstwerks messe sich an der darin propagierten Weltanschauung ist so alt wie dogmatisch wie einfältig. Mosebachs Romane z.B. sind nicht deswegen schlecht, weil er absurde Meinungen vertritt, sondern weil er nicht schreiben kann.

2) Mosebach wünscht, wenn er sich wünscht, daß »Blasphemie wieder gefährlich wird«, einen Zustand des Terrors herbei. Einen Zustand, in dem es partikularen Gewalten erlaubt ist, jeden zu verfolgen, durch den sie sich gekränkt fühlen, also ihr persönliches Empfinden noch über die Unversehrtheit ihrer Mitmenschen zu stellen. Er sehnt sich nach religiösen Eiferern, nach Verfolgern, nach Feme, Würgerbanden & Rackets. Nach einem rechtlichen Zustand also, der irgendwo zwischen der Scharia und dem Nationalsozialismus liegt.

2012, 06, 09

Sag an, Bruder Jakob, schläfst Du noch oder träumst du schon? Da Israel einmal schuld an allen schlechten Dingen im Nahen Osten hat, warum sollen es da nicht auch gleich die Schuld an der Arbeitslosigkeit der Schleckerfrauen tragen? Wie kann einer ein Treitschke-Schüler sein, ohne eine Zeile von dem gelesen zu haben?

http://www.spiegel.de/politik/ausland/u-boote-fuer-israel-wie-deutschland-die-sicherheit-in-nahost-gefaehrdet-a-836816.html

Nachtrag: Anton Schlecker übrigens ist ein Unternehmer, dessen Brutalität weit über das Maß hinausgeht, das er als Kapitalist unvermeidlich an den Tag legen muß. Jakob Augstein wiederum ist ein Linker, dem es den Schlaf raubt, wenn Geld für die Verteidigung eines anderen Landes verwendet wird, das dazu dienen könnte, dem Anton Schleckers zu ermöglichen, auch weiterhin seine Angestellen zu schinden.

2012, 05, 31

Was dem eenen sin Mumia, is dem aanern sine Julia:

»Denn natürlich ist es keineswegs ein Zeichen einer wie auch immer gearteten ›politischen Kultur‹, wenn nach einem – nebenbei in den Wahlen weitgehend korrekten – Machtwechsel die Nachfolgeregierung ihre Vorgänger ins Gefängnis wirft. Was immer an den Vorwürfen dran sein sollte – und dazu kann ich mangels einer tieferen Einsicht in die Akten ausdrücklich nicht Stellung nehmen – so sieht jedenfalls keine Zivilgesellschaft aus, die nicht zuletzt davon lebt, dass die Bürger die Regierenden politisch kontrollieren.«

Die wahrhafte Zivilgesellschaft erkennt man also daran, daß ehemalige Amtsinhaber nicht strafverfolgt werden, ganz gleich, ob sie sich strafbar gemacht haben oder nicht.

http://www.publikative.org/2012/05/30/politik-in-der-ukraine-mehr-als-ein-krankenbericht/

2012, 05, 21

Das Problem ist doch, daß gewichtige Ziele ohne geeignete Mittel nicht erreichbar ist. Man kann den Kampf gegen den Kapitalismus nicht den Linken überlassen, den Kampf gegen die schlechte Literatur nicht Sigrid Löffler und den Kampf gegen Chelsea nicht Kalle Rummenigge.

https://www.facebook.com/photo.php?fbid=10150830682498030&set=a.78069488029.81386.73540608029&type=1

2012, 05, 21

»Woran arbeiten Sie?«, wurde die Iranische Regierung gefragt.
Die Iranische Regierung antwortete: »Ich habe viel Mühe, ich bereite meinen nächsten Übersetzungsfehler vor.«

(Fars News Agency: Top Commander Reiterates Iran’s Commitment to Full Annihilation of Israel)

2012, 05, 19

Mit »Europa braucht den Euro nicht« hat Sarrazin sein zweites Buch innerhalb zweier Jahre veröffentlicht. Zumindest er selbst scheint offenbar jede Menge Euros zu brauchen.

2012, 05, 03

Wir fassen zusammen:

1) Pohrt ist schon sehr lange berühmt.
2) Die junge Welt druckt ein Interview, in dem nichts drinsteht, außer daß der Interviewte ziemlich berühmt ist.
3) Pohrt ist berühmter als Gremliza.
4) Der Verleger Bittermann führt ein Interview mit seinem eigenen Autor (Pohrt), ohne Reklame drüberzuschreiben.
5) Pohrt ist verdammt berühmt.
6) Die junge Welt unterstützt einen Anti-Antikapitalisten (Pohrt) gegen Kritik von links (Gremliza).
7) Pohrt ist vermutlich berühmter als Lothar Matthäus.

(»Probe aufs Exempel« Wie wird man bekannt? Ein Gespräch mit Wolfgang Pohrt)

2012, 05, 02

»Grass’ Suggestion ist perfide, weil sie dem Gegner jeden Weg versperrt: Schweigen die Juden, so überlassen sie ihm das Kampffeld. Protestieren sie hingegen, so bestätigen sie das Vorurteil über den Zwang, den sie angeblich ausüben.« (http://www.literaturkritik.de/public/rezension.php?rez_id=16647)

Ein brillanter Text, der etwas spät kommt. Vielleicht hat Kai Köhler ja versucht, ihn bei der jungen Welt unterzubringen. Nur um zu sehen, wie sie sich winden.

2012, 04, 29

Ergen Jülsässer findet das neulinke Pendant zum Papstbesuch:

http://aftabnews.ir/images/docs/000153/n00153911-r-s-000.jpg

Nachtrag zur Vertiefung: http://exportabel.wordpress.com/2012/05/01/die-neue-dreifaltigkeit/

2012, 04, 24

Kalauer, die man sich erstmal trauen muß #4

Nach einigen Überlegungen komme ich zu dem Schluß, daß mir der durchschnittliche KONKRET-Leser doch lieber ist als der konkrete Durchschnittsleser.

2012, 04, 22

Ich bin Chris Sedlmair, dem Schöpfer dieses Erbauungsclips, einmal via Facebook über den Weg gelaufen. Er ist ein National-Sozialist im exakten Sinne des Wortes, zäh wie Leder, dumm wie Bodenstroh, tief religiös und bekennend homophob. Unseren spritzigen Wortwechsel brach er mit dem Hinweis ab, ich solle ihm das alles doch mal in seiner schönen Heimatstadt Dachau von Angesicht zu Angesicht mitteilen. Ich fühlte mich hinreichend unterhalten, obwohl es durchaus nicht das erste Mal war, daß ein Nazi einem Kommunisten mit Dachau droht.

Das Weltbild des Clips läßt sich auch schön zusammenfassen: Kann ja sein, daß Ahmadinedschad Schwule, Kommunisten, Bahai und Juden verfolgen und töten läßt, aber seine Frau schmiert ihm noch selbst die Brote, und wenn er in der Ecke des Zimmers zusammengekauert schläft, sieht er aus wie ein niedliches Kätzchen.

(Ahmadinedschad anders betrachtet)

2012, 04, 21

Es gibt Dinge, die bleiben: Das Sparwasser-Tor, die Literatur und sowas:

http://www.welt.de/politik/deutschland/article106201680/Ostdeutsche-sind-groesste-Gott-Zweifler-der-Welt.html

2012, 04, 20

Gibt es das, daß einer fast durchweg gequirlten Quark redet und trotzdem irgendwie durch die Haltung, in der er den Quark vorträgt, beeindruckt?

(Fuld: DDR-Literatur war nur »Lebenshilfe«)

2012, 04, 18

Da Thiele meine Memos bei Facebook postet, kann ich es auch selbst tun. Erbeten waren Standards für die Zitierweise bei Verlagspublikationen. Erbeten waren auch ausdrücklich Beispiele. Also:

Monographie etc.: [Vorname] [Name]: [Titel]. [Untertitel], [Stadt] [Jahr].
Günter Grass: Beim Stampfen der Kartoffel. Erinnerungen eines wichtigen Menschen, Göttingen 2006.

Sammelband: [Titel]. [Untertitel], [Herausgeber], [Stadt] [Jahr].
Mittelmaß und Wahn. Beiträge zur Grass-Forschung, hrsg. v. Karl Heinz Bohrer, München 2012.

Textedition: [Vorname] [Name]. [Titel], [Herausgeber], [Stadt] [Jahr].
Günter Grass. Was gesagt werden muß, hrsg. u. komm. v. Jakob Augstein u. Horst Mahler, Teheran 2013.

Aufsatz: [Vorname] [Name]: [Titel]. [Untertitel], in: [Periodikum oder Sammelband].
[Zeitung:] Marcel Reich-Ranicki: Mit flinker Tinte. Warum man Günter Grass nicht lesen muß, in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 13. Mai 2012, S. 12.
[Peridiokum jahreszyklisch:] Klaus Bittermann: Kein Wort über Grass. Warum man Günter Grass nicht lesen muß, in: Sinn und Form 8/2012, S. 125–143.
[Periodikum fortlaufend:] Frank Schirrmacher: Mehr Hacks lesen!. Warum man Günter Grass nicht lesen muß, in: Argos 10 (September 2012), S. 63–81.
[Sammelband:] Robert Gernhardt: Fast ein Gedicht. Über die »Lyrik« des Günter Grass, in: Mittelmaß und Wahn. Beiträge zur Grass-Forschung, hrsg. v. Karl Heinz Bohrer, München 2012, S. 237–250.

2012, 04, 06

Ich überlege, ob es lohnt, einen längeren Text über Grass & sein Dingsbums zu schreiben. Man kann das eigentlich nicht tun, ohne nicht auch über das volkstümliche Denken und seine Verkehrsformen im Internet zu handeln. Kein schöner Gegenstand, sicher.  Schön ist, wenn die Vernunft ganz bei sich ist. Und verlockend. Natürlich kann die Vernunft sich zurückziehen, nur noch über Platon, das Wesen der Kunst und die Vorteile des Eskapismus schreiben, während die Spielarten des Irrationalismus sich in der Politik breitmachen. Das freilich hätte der Irrationalismus gern.

2012, 04, 04

Günter Grass hat oft das Bedürfnis, etwas abzusondern, aber selten wählt er die dafür angemessene Körperöffnung.

http://www.tagesspiegel.de/politik/neues-grass-gedicht-guenter-grass-die-atommacht-israel-gefaehrdet-den-weltfrieden/6473678.html

2012, 03, 16

Am Wochenende entscheidet die Bundesversammlung, welches politische Ziel wichtiger ist: Antikommunismus (Gauck) oder Antifaschismus (Klarsfeld). Und wenn es auch sonst nichts bringt, so doch wenigstens Klarheit. Erfreulich indes, daß Schweinesiggi rechtzeitig aus Hebron zurückgefunden hat. So kann, noch sichtlich bewegt vom Dialog mit Judenmördern, sein Kreuzchen der richtigen falschen Stelle machen.

http://www.publikative.org/2012/03/16/der-deutsche-mccarthy/

2012, 03, 16

Die Selbstverteidigung des Kapitalismus besteht darin, nicht von sich, sondern ausschließlich von Freiheit zu reden. Er kann keinen Begriff von sich selbst haben und umgeht es, sich selbst beim Namen zu nennen. Das unterscheidet ihn vom Sozialismus, der oftmals einen falschen Begriff von sich hatte, aber doch immerhin wußte, daß er er ist. Erstaunlich ist, wenn man beide Formationen miteinander vergleicht, daß die Zahl der selbständig Denkenden im Kapitalismus nicht größer ist. Dafür gibt es eigentlich keine Erklärung. weil doch dort, wo die Freiheit herrscht, auch das selbständige Denken blühen müßte.

Der Kampf beider Formationen geht nicht zwischen Freiheit und Unfreiheit, sondern zwischen zwei Formen der Unfreiheit: einer organisierten und einer partikularen. Der Kapitalismus kompensiert die formelle Freiheit mit einem Erwartungsdruck, der von den Menschen selbst an die Menschen herangetragen wird. Es ist wie eine Klasse, bei der der Lehrer den Raum verlassen hat. Die hört ja nicht auf, blöd und wild zu sein, aber die Dynamik kommt nun ganz aus ihr selbst und jeder, der mal in einer Schulklasse gewesen ist – also jeder – weiß, daß der Gruppenzwang, der von Gleichaltrigen ausgeübt wird, im Ergebnis ein größerer Gleichmacher ist als der Zwang, der vom Lehrer kommt.

2012, 02, 25

Da schreibt also Dietmar Dath im Vorwort seines »Implex«, daß dieses Buch ein »Roman in Begriffen« ist. Als ob das nicht für alle seine Romane gilt.

2012, 02, 24

»Gremliza: Mit einem Ayatollah darüber zu diskutieren, ob eine Frau gesteinigt werden darf, ist sinnlos. Der will nichts erreichen, der will sie tot haben. Und zwar auf möglichst grausame Weise. Dem kann man nichts beibringen.
Jochimsen: Die Iraner sehen das als Teil ihrer Kultur.«

Na, dann ist ja gut.

2012, 02, 21

Gaucks Groupies drohen, jeden mit MfS-Akten zu bewerfen, der nicht entzückt ist. Nicht fehlen durfte die Behauptung, daß die Abneigung gegen den Pastor aus nichts anderem komme als aus einer spezifisch ostdeutschen Kränkung durch den Chefaufklärer. Es mag Leute geben, auf die dergleichen zutrifft. Aber natürlich läßt sich ein solcher Vorwurf nur dann als genereller erheben, wenn man davon ausgeht, daß es an Gauck nichts anderes auszusetzen gibt, als daß er einmal ein paar Geheimdienstakten vor dem Verstauben gerettet hat.
Siegerjustiz ist widerlich, aber sie ist immer. Es ist sinnlos, gegen etwas zu sein, was immer ist. Und das gilt auch folglich auch für Geheimdienste. Ich errege mich weder über die Stasi noch über den Verfassungsschutz. Staaten pflegen sich zu sichern. Aber der Menschenschlag, der sich zu dergleichen eignet, ist gleichwohl erkennbar und nicht sonderlich angenehm. Der Spitzel und der Verfolger sind vom selben Fleisch, und Gaucks berüchtigtes Leben auf beiden Seiten des Zauns (als Kompagnon der Stasi und als ihr nachträglicher Bekämpfer) ist keine Absonderlichkeit, sondern Ausdruck seiner Eignung für beides: Petzer und Hetzer.

2012, 02, 20

Alle Selbstmörder sind rechthaberisch. Der Freitod ist die nachdrücklichste Weise »Aber er hat angefangen!« zu sagen.

2012, 02, 18

Wenn man mich schon nicht versteht, soll man mich doch wenigstens loben. Und wenn man das auch nicht kann, sollte man wenigstens unterlassen, mir Leserbriefe zu schreiben. Gewöhnlich veröffentliche ich Zuschriften nicht, aber die folgende gebe ich als Dokument des zeitgenössischen Antisemitismus den Lesern des Parnassos zum Zweck des Vergnügens zur Kenntnis:

»Sehr geehrter Herr Bartels!
Ich habe mal wieder ihre Internetplattform besucht.
Natürlich gilt mein besonderes Interesse Ihrer Haltung zum immer noch nicht befriedeten, ja eher noch sich verschärfenden Nahostkonflikt. Ihr Beitrag, ›Der ehrbare Opportunismus‹ war mir besonders lesenswert. Ich denke und schreibe zwar nicht auf ihrem Niveau, trotzdem glaube ich, es denken viele Menschen wie ich. Und ich glaube weiter, es sollte auch sie interessieren, was primitive Menschen wie ich, denken. Es ist schon sehr interessant zu lesen, was sie da zur Thematik ›LINKE, Israel, Palästina‹ an Argumenten bringen. Genau das ist es, in Worten und schlimmer noch in Taten, was den Antisemitismus fördert! Die Worte und mehr noch die Taten, die dafür sorgen, dass der israelische Staat, das israelische Volk etwas Besseres seien als die ›primitiven‹ Palästinenser.
Alle Menschen sind gleich, gleichwertig!
Diese ihre Unterscheidung, Recht auf Existenz hat dort nur Israel, die Palästinenser sind nur etwas minderwertiges, bringt Leute wie mich auf die Palme. In meinen Augen sind alle Menschen gleich, niemand besser, niemand schlechter! Und weshalb sollen die Palästinenser dafür büßen, was Deutsche den Juden angetan haben? Wenn sie und ihresgleichen genauso für das Recht der Palästinenser eintreten würden, gäbe es sehr viel weniger Antisemitismus in der Welt. Würde auch der Hass der Palästinenser und deren Unterstützer und Sympathisanten gegen Israel verschwinden. Solange Israel Narrenfreiheit genießt, währen alles andere Drumherum unterdrückt und bekämpft wird, wird sich dort nichts zum Guten ändern.
Also tun auch sie endlich etwas zu Gleichbehandlung von Juden und Palästinensern, legen sie ihre Doppelmoral, ihren einseitigen Blick ab. Es ist kein Volk besser als ein anderes – Alle Völker haben ein Recht nach eigener Fasson zu leben, solange sie gegenüber ihrer Umwelt sich friedlich verhalten! Keine Fremdbestimmung! Wir haben nicht darüber zu befinden wie andere Völker leben! Was wir gegenwärtig erleben an Lügen und an Dummheit der Völker diesen Lügen zu folgen, um die Welt in unserem Sinne(?) gestalten zu können, ist schlimm, ist verbrecherisch! Hoffentlich werden wir eines fernen Tages nicht dafür bezahlen müssen. Der Hass gegen uns wird jedenfalls so nicht abgebaut, ganz das Gegenteil wird geschehen.
Nehmen sie meine andere Sicht wenigstens zur Kenntnis, es ist nicht nur meine
[Absender]«

2012, 02, 17

Kann mal jemand bei BILD nachfragen, wen Kai Diekmann als nächsten Bundespräsidenten bestimmen wird?

2012, 02, 17

»Die Wahrheit ist, daß es die Mehrheiten sind, die alles verderben, und man wird, um nicht ganz unkundig zu bleiben, zur Kenntnis nehmen müssen, daß geschichtliche Lösungen, für die Mehrheiten benötigt werden, untauglich sind. Daß Überlegungen und Ideen, die Mehrheiten brauchen, vernachlässigt werden können. Daß Mehrheiten nur gedient werden kann gegen den Willen von Mehrheiten.« (Rayk Wieland, konkret 11/2000)

2012, 02, 10

Es gibt Sinnvolleres, als sich einen Film über Marie Antoinette anzusehen. Zum Beispiel Kuchen essen.

2012, 02, 09

Von Zeit zu Zeit muß man die zivilisierte Welt daran erinnern, daß das Gegenteil einer Burka-Trägerin ein nackter Mann mit Sonnenbrille ist. Darüber sollten wir alle mal nachdenken.

2012, 02, 07

Der Katechismus der nicht-völkischen Rechten, absurd zwar, aber doch in dankenswerter Klarheit auf den Punkt gebracht.

Linke wollen den Sozialstaat, Rechte wollen den Sozialstaat, also ist links rechts.
Krähen haben Füße, ein Blankvers hat Füße, also sind Krähen Blankverse.

Alys Schluß aus dem Schluß ist dann: Deswegen müssen wir den Sozialstaat nicht wollen, damit wir weder rechts noch links sein können. Die Abschaffung des Sozialstaates, das ist Mitte.

http://www.berliner-zeitung.de/meinung/kolumne-zur-steinbach-debatte-wie-links-war-die-nsdap-,10808020,11584232.html

2012, 01, 19

»Amerika steht der größten Verlust von Freiheit und Wohlstand seit den 30er Jahren bevor.« (Charles Koch, Bauernfänger)

»Es herrscht Klassenkrieg, richtig, aber es ist meine Klasse, die Klasse der Reichen, die Krieg führt, und wir gewinnen.« (Warren Buffett, ehrliche Haut)