Ich kann keine zehn Jahre alt gewesen sein, als ich mit meinem Vater bei einer sommerlichen Radtour durch den wunderschönen Ort Poritz fuhr. Von einer erhöhten Stelle aus machte die langgezogene Ortsstraße ihrem Namen auch bildhaft alle Ehre. Über sowas konnten wir damals lange lachen. Vorletzten Sommer fuhr ich durch Südfrankreich und näherte mich, wieder von einem erhöhten Standpunkt, dem Ort Gap. Auch der machte seinem Namen alle Ehre. So sann ich jäh, ob da nicht eine Möglichkeit war, das Gap von Gap elegant zu bridgen. Gab es aber nicht; ich mußte hindurch. Und das Lachen war mir auch vergangen.
Mit Löchern im Sommer kann ich nicht umgehen. Wenn es heiß wird, scheint jeder zu schlafen: Keine Veranstaltungen, keine Aufträge, kein Geld. – Keine Themen. Es ist, als hätte die Menschheit sich vorgenommen, zwischen Juni und September nicht auf der Welt zu sein. Man muß nicht Continue reading »